Wenn Aishas Vater besonders viele Perlen fand, freute er sich so sehr, dass er sie an die Hand nahm, mit ihr in die Fluten sprang, um sie das Geheimnis des Muscheltauchens zu lehren. Er warnte sie jedoch auch vor den großen Gefahren des Meeres. Die Taucher wurden von Haien, Quallen, Teufelsfischen angegriffen und von Lungeninfektionen, der gefürchteten Taucherkrankheit, bedroht. Viele, viele Perlentaucher starben. Aisha kannte die Gefahren, aber sie hatte keine Angst, denn sie liebte nichts so sehr wie das Meer und konnte sich an den bunten Farben und Mustern der Fische und Korallen nicht sattsehen. Aisha bewegte sich frei unter ihnen, als gehörte sie dazu. Delphine, Schwertfische und Teufelsrochen, die auch Mantas genannt werden, umringten Aisha und folgten ihr. Die großen Mantas schwebten wie riesige Vögel durch das Meer. In Aishas langen, schwarzen Haaren versteckten sich die kleinsten Fischlein, die wie die schillernsten Edelsteine aufblitzten, wenn sich die Sonnenstrahlen im Wasser brachen. Ihre besonderen Freunde waren jedoch die Delphine, auf deren Rücken sie durch das kristallklare Wasser schwamm bis sie müde wurde. |